Grußwort

 

 

dbFür uns alle gilt: Sport und Bewegung sind Teil eines gesunden Lebensstils. Das trifft auch auf Menschen zu, die mit einem Spenderorgan leben.

Sie, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Radtour, haben infolge einer Erkrankung ein neues Organ erhalten. Heute sind Sie wieder sportlich aktiv und können in vollem Umfang am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Diese Entwicklung wünsche ich mir für jeden Menschen, der bei uns auf ein Spenderorgan wartet. Zurzeit trifft dies bei uns in Deutschland auf 12.000 Menschen zu. Sie hoffen jeden Tag auf die erlösende Nachricht, dass das passende Organ für sie zur Verfügung gestellt werden kann.

Jedem dieser Menschen auf der Warteliste für eine Organspende werden wir aber nur helfen können, wenn es uns gelingt, die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen, sich mit der Frage ihrer Spendebereitschaft auseinanderzusetzen.

Mit Ihrer Radtour durch Norddeutschland rufen Sie nicht nur die Bedeutung der Organspende in das Bewusstsein der Menschen. Durch Ihre Krankengeschichte helfen Sie außerdem, notwendiges Vertrauen in unserer Gesellschaft aufzubauen. Ich freue mich sehr über Ihr Engagement, denn das Thema Organspende ist für mich eine Herzensangelegenheit, und auch ich suche immer wieder nach neuen Wegen, um den Menschen bewusst zu machen, wie wichtig ein Nachdenken über Organspende für jeden von uns ist. Heute noch gesund, können wir bereits morgen – sei es durch einen Unfall oder eine Krankheit – selbst auf ein Spenderorgan angewiesen sein.

Gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat das Bundesgesundheitsministerium zum „Tag der Organspende“ die neue Kampagne „Das trägt man heute: den Organspendeausweis“ gestartet. Die Kampagne hat nicht nur prominente Unterstützer gefunden, sie eröffnet den Menschen auch die Möglichkeit, sich aktiv in das Thema „Organspende“ einzubringen. Dazu haben wir den Blog www.organspende-geschichten.de initiiert. Hier finden Interessierte Interviews mit den prominenten Kampagnenunterstützern, Reportagen von Menschen, für die das Thema Organspende zum Arbeitsalltag gehört, aber auch Geschichten von Spendern und Angehörigen. Jede Bürgerin, jeder Bürger kann seine Geschichte, aber auch seine Einstellung zu diesem Thema in unserem Blog veröffentlichen. Darüber hinaus stellen sich Initiativen vor, die sich für das Thema Organspende einsetzen.

Die Bevölkerung auf die Möglichkeiten und Chancen der Organspende aufmerksam zu machen liegt mir besonders am Herzen. Sensibilisiert für das Thema und durch gutes Informationsmaterial aufgeklärt sind die Menschen in der Lage, ihre Entscheidung ohne Druck zu treffen. Denn mein Ziel bleibt –Patientinnen und Patienten auf der Warteliste für ein Spenderorgan eine größere Chance auf ein neues Leben zu ermöglichen. Sie unterstützen mich mit Ihrer Radtour dabei, und dafür danke ich Ihnen sehr herzlich.

 

Daniel Bahr  

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